Gelsenkirchen. (MK) An Sperrungen und Schließungen von Eissporthallen aufgrund von technischen Problemen, Baumängeln oder nicht mehr zeitgemäßem Brandschutz hat man sich in den letzten Jahren in Deutschland schon fast ein wenig gewöhnt.
Es gibt aber auch erfreuliche Lichtblicke. Seit heute hat die Eishockey-Landkarte wieder einen Standort mehr. Gelsenkirchen im Ruhrgebiet ist wieder Eishockeystandort. Die Emscher-Lippe Halle ist nach sieben Jahren ohne Eis wieder in Betrieb.
Die 1984 ursprünglich eröffnete Halle diente schon als Flüchtlingsnotunterkunft und Corona-Impfzentrum. Nun hat man mit Martin Brodde einen Betreiber gefunden. Die Stadt Gelsenkirchen beteiligt sich an den Kosten mit einer Anschubfinanzierung. Von nun an wird wieder öffentlicher Eislauf und Eishockey in allen Altersklassen in der Halle betrieben. Ob das zunächst für zwei Jahre angelegte Projekt sich wirklich tragen kann, muss die Zukunft zeigen. Angedacht war ursprünglich auch schon der Abriss der Halle für den Neubau einer Gesamtschule. Die Wiedereröffnung der Emscher-Lippe-Halle bietet aber auch eine Chance für den Eishockeystandort Gelsenkirchen mit dem EHC Gelsenkirchen, Schalker Haie als Hauptnutzer.
Am Eröffnungstag präsentierte sich der EHC mit seinen Teams und bot einen kostenlosen Eislauf an. Die erste Mannschaft beginnt ganz unten in der Bezirksliga. Das mindert aber keineswegs den Spaß an der fast komplett neu aufgestellten Mannschaft. Einen Fanclub gibt es sogar auch schon. Eine große Euphorie ist regelrecht spürbar. Gelsenkirchen scheint bereit für das nächste Kapitel in seiner Eissportgeschichte. Wir sprachen mit einigen der Verantwortlichen und Aktiven, die dieses Kapitel erst möglich gemacht haben und nun gestalten wollen.
Bully-Talk Ausgabe #17 zur Wiedereröffnung der Emscher-Lippe-Halle

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