Kassel. (MR) Das haben sich die Huskies Fans anders vorgestellt bei der Bannerzeremonie zu Ehren von Alexander Heinrich: Die Huskies traten unerwartet schwach auf und verloren die Partie gegen Crimmitschau mit 3:5.
Emotional wurde es vor dem Spiel, als das Trikot vom verdienten Kasseler Spieler Alexander Heinrich unter das Hallendach gezogen wurde. Aufgrund zahlreicher Reden, unter anderem seiner beiden Brüder und Mit-Geschäftsführer Derek Dinger, begann das Spiel mit 10 Minuten Verspätung, was aber der Laune der Fans keinen Abbruch tat. Jubel brandete erneut auf, als die Huskies zwar in Unterzahl agieren mussten, die erste Befreiung aber von Darren Mieszkowski erlaufen und auch noch versenkt werden konnte (7.). Im zweiten Powerplay allerdings waren die Gäste zum Ausgleich erfolgreich (Will Logan, 14.). Fortan hatten die Eispiraten mehr vom Spiel, während Kassels Tristan Keck gleich zwei Male gefühlt ein Fußball- statt eines Eishockey-Tores benötigt hätte, um seine beiden Chancen unterzubringen – so weit gingen die Schüsse am Gestänge vorbei.
Doch auch im zweiten Durchgang bekamen die Schlittenhunde keinen Zugriff auf das Spiel. Und früh blieb den Fans schier das Herz stehen, doch Goalie Philipp Maurer ahnte die Gefahr nach dem stammen Schuss gegen die Hintertorbande, denn der Rückpraller von der Bande drohte ihm an den Rücken zu fliegen. Mit einer akrobatischen Drehung entschärfte er aber diese Gefahr. Crimmitschau blieb immer den Schritt schneller, den einen Pass besser. Auch ein Powerplay konnten die Huskies nicht nutzen. Mit einem Doppelschlag gingen die Gäste in Führung – Onetimer von Noah Garthe (33.) und quasi im Alleingang durch Louis Brune, der nicht angegangen wurde (35.). Erst mit dem nächsten Überzalspiel ab der 35. Minute kam mehr von den Hausherren, ein Treffer wollte aber nicht fallen.
Huskies wachen zu spät auf
Doch es kam noch ein Lebenszeichen von den Nordhessen: Vom Bully weg schlenzte Brendan O’Donnell das Spielgerät über die Schulter des Gästegoalies Pascal Seidel zum Anschlusstreffer in die Maschen (43.). Auch Laurin Braun, nochmals O’Donnell und Mieszkowski hatten den nächsten Treffer auf der Kelle. Mieszkowski allerdings wurde direkt im Anschluss an seine vergebene Möglichkeit in die Kühlbox geschickt, sehr zum Mißfallen der Fans, die die schwache Schiedsrichterleistung durchaus „würdigten“. Die Westsachsen jedoch wußten die geschenkte Überzahl zu nutzen (Louis Brune, 48.). Es gab weitere Hinausstellungen, diesmal konnte Chris Wilkie die Überzahl für seine Huskies zum 3:4 Anschlusstreffer nacharbeiten (53.). Doch wie es so ist: wenn man auf der einen Seite seine Möglichkeiten nicht nutzt, freut sich meist die Gegenseite. So auch heute: Jake Weidner bekam einen Rebound nicht richtig auf die Kelle, im Gegenzug konnte Sebastian Streu das Spielgerät zum 3:5 Endstand in die Maschen schlenzen (57.). Mit dem sechsten Feldspieler und ohne Goalie in der Schlussminute traf O’Donnell nur noch die Latte, und so nahmen die Eispiraten verdiente 3 Punkte mit nach Crimmitschau – unter dem Jubel ihrer ca. 300 mitgereisten Fans.
Die Tore erzielten:
1:0 (06:16) Mieszkowski (Weidner) SH1
1:1 (13:18) Will (Shevyrin, Garthe) PP1
1:2 (32:45) Garthe (Lutz, Sacher)
1:3 (34:23) Brune
2:3 (42:08) O’Donnell (White)
2:4 (47:26) Brune (McCormick, Kärki) PP1
3:4 (52:32) Wilkie (Keck, Dumont) PP1
3:5 (56:10) Streu (Adams, Fuchs)
Es sielten:
KAS – 33 Philipp Maurer – 52 Johannes Huß, 31 Lucas Dumont – 71 Tristan Keck, 11 Jake Weidner, 84 Chris Wilkie; 4 Leonhard Korus, 23 Jimmy Martinovic – 97 Matt White, 65 Hunter Garland, 91 Brendan O’Donnell; 28 Ben Stadler, 22 Marco Müller – 66 Darren Mieszkowski, 18 Laurin Braun, 24 Daniil Afonin; 27 Michael Bartuli, 21 Till Michael, 92 Sebastian Laßmann
EPC – 30 Pascal Seidel – 7 Adam McCormick, 21 Mirco Sacher – 89 Sebastian Streu, 67 Jarno Kärki, 84 Louis Brune; 20 Emil Quaas, 63 Stanislav Dietz – 88 Dylan Wruck, 17 Logan Will, 18 Collin Adams; 29 Finn Fuchs, 32 Leon Schulz – 22 Tim Lutz, 75 Denis Shevyrin, 71 Noah Garthe; 27 Johannes Schmid, 86 Leon Neiger, 9 Nikolas Biggins
Schiedsrichter: 38 David Cespiva, 37 Jeroen Klijberg (84 Thomas Herklotz, 69 Tobias Treitl)
Strafen: KAS – 8 Min.; EPC – 8 Min.
Zuschauer: 4179

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