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ICEHL am Mittwoch: Milanos Höhenflug, Red Bulls hängen im Tabellenkeller fest, Haie besiegen die Pioneers, Linz klettern nach erstem Auswärtssieg auf Rang vier

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Jubel beim Milano HC - © Serena Fantini
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Wien. (EM) Am Mittwoch fand der sechste Spieltag in der ICEHL statt.

Milano Hockey schwebt weiter auf einer Welle des Erfolges. Beim KAC gewann das Team von Doug Shedden 2:4 und ist damit nun punktgleich an der Spitze mit Klagenfurt.

Big Points für Milano in Klagenfurt

Mailand. (PM HC Milano) Milano hebt ab! Klagenfurt kassiert die erste Saisonniederlage, während die „Rossoblu“ an die Tabellenspitze klettern.

Eine weitere überragende Leistung von Smith im Tor: 62 Paraden für den italienisch-kanadischen Schlussmann. Milanos Auswärtstour geht am Freitagabend in Villach weiter – live auf DAZN.

1. DRITTEL · 0:2 Klagenfurt übertraf Milano im ersten Drittel deutlich bei den Torschüssen (18:6), ohne jedoch jemals den Eindruck zu erwecken, das Spiel zu kontrollieren. Milano wirkte in jeder Situation ruhig und kompakt und schlug – wie schon in Wien – im Powerplay zu: McKegg vollendete eine starke Vorarbeit von Finoro und Saracino mit geschickter Stocktechnik auf engem Raum und überwand dabei Vorauer. Anschließend bot sich Saracino die große Chance, die Führung auszubauen, doch der österreichische Torhüter parierte den Alleingang mit der Kufe seines Schlittschuhs.

Der KAC erhöhte das Tempo, doch Smith war zur Stelle und vereitelte McKinnons Versuch, den Puck am Tor vorbei ins Netz zu schieben (Wraparound). Zudem vergaben die Österreicher eine vielversprechende 2-gegen-1-Situation in Unterzahl. Nachdem die Gefahr gebannt war, erhöhten die „Rossoblu“ durch Caamano auf 2:0; sein Schuss aus spitzem Winkel überwand den nicht ganz sicher agierenden Vorauer.
…aufseiten der Gastgeber. Die Antwort des Tabellenführers folgte prompt: Zunächst glänzte Smith gegen Hundertpfund, dann wehrte Grant einen Puck ab, der nach einer Ablenkung aufs Tor zugehalten hatte. Milano ließ gegen Ende des Drittels ein Überzahlspiel ungenutzt.

2. DRITTEL · 0:1 ​​Der Mittelabschnitt begann mit einer guten Doppelchance für Milanos vierte Sturmreihe, die Madaschi und Cuglietta jedoch nicht verwerten konnten. Es folgten einige Minuten, in denen die Gastgeber die Initiative ergriffen, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Nach zehn Minuten zeigte Milanos Top-Sturmreihe (unterstützt von Albis und Gios an der blauen Linie) den spektakulärsten Wechsel des Abends: Über eine Minute Puckbesitz in der Angriffszone entwickelte sich zu einer regelrechten Belagerung.

Zunächst scheiterte Albis aus kürzester Distanz an einer Glanztat von Vorauer, dann ließ Hannoun die österreichische Defensive regelrecht alt aussehen und legte für McLaughlin auf, der den Puck mit einem raffinierten Spielzug über den Rücken des österreichischen Torhüters ins Netz beförderte. Von da an warf Klagenfurt alle Vorsicht über Bord und versuchte alles, um den stets aufmerksamen Smith zu überwinden. Bei einigen der sensationellen Paraden des Mailänder Torhüters war auch das Glück im Spiel: Ein Schlagschuss von Unterweger, 14 Sekunden vor Drittelende, prallte vom Innenpfosten ab.

3. DRITTEL · 2:1 Das dritte Drittel verlief völlig anders, und mit fortschreitender Zeit entwickelte es sich zu einer echten Zerreißprobe. Milano stemmte sich vor einem überragenden Smith gegen den Druck, musste aber zwei Gegentreffer hinnehmen:

Petersen eröffnete den Torreigen im Überzahlspiel, und Obersteiner legte nach einem Gewühl vor dem Tor den zweiten Treffer nach. Es entwickelte sich eine Belagerungssituation. Milano kassierte zwei Strafzeiten in derselben Spielsituation und musste sich zwei Minuten lang in Unterzahl (5 gegen 3) verteidigen. Grant übernahm Verantwortung, Smith setzte seine herausragende Leistung fort, und die Abwehr hielt stand. Eine unglaubliche Leistung, die schließlich mit Caamanos Treffer ins leere Tor belohnt wurde – die endgültige Entscheidung im Spiel.

Red Bulls verlieren auch das Heimspiel gegen Bozen
Mathias Böhm: „Es muss etwas passieren, wir müssen einen Weg da rausfinden“

Salzburg. (PM Red Bulls) Der EC Red Bull Salzburg musste sich auch im Heimspiel der win2day ICE Hockey League dem HCB Südtirol Alperia mit 1:4 geschlagen geben, auch wenn das Ergebnis gemessen am Spielverlauf etwas zu hoch ausfällt.

Die Red Bulls begannen auf Augenhöhe mit den Südtirolern, gerieten aber schon im Startdrittel mit 0:2 in Rückstand und fanden dann lange keine Mittel gegen die starke Gäste-Abwehr. Die Salzburger kämpften, wurden aber immer wieder durch Fehler im eigenen Spiel zurückgeworfen. Peter Schneiders Treffer zum 1:2-Anschluss im Schlussdrittel wirkte noch einmal wie ein Katalysator, aber Bozen machte hinten dicht und fixierte mit zwei späten Toren auch im ersten Rückspiel der noch jungen Saison den Sieg in Salzburg.

Spielverlauf
Anfangs kaum Schüsse, aber dennoch spannend: Beide Teams legten fokussiert los, ohne defensiv etwas zuzulassen. Mit einem Doppelschlag legten die Gäste dann aber vor, nachdem Salzburgs Dennis Robertson in Unterzahl bei einem 2 auf 1-Konter noch die erste gute Chance hatte (9.). Im selben Powerplay netzte Matt Bradley freigespielt zur Führung (11.), keine zwei Minuten später legte Bozens Top-Scorer Brad McClure per Rückhand gegen Salzburgs Goalie David Kickert zum 2:0 aus Gästesicht nach (13.). Die Red Bulls gingen noch mehr in die Zweikämpfe und holten sich danach teilweise das Momentum zurück, waren aber vor dem Tor nicht zwingend genug. Zur Pause blieb es beim 0:2.

Nach der Pause drückten die Hausherren, Adam Brooks testete Bozens Torhüter Louis Domingue mit einem harten Halbdistanzschuss (22.). Dann drehten die Gäste auf. Luca Frigo fuhr durch die Verteidigung durch, wurde nur von David Kickert gebremst (23.), gefolgt von mehreren gefährlichen Schüssen. Aber jetzt ging es hin und her, kurz darauf brannte es auch vor dem Gästetor. Salzburg machte mehr fürs Spiel, scheiterte oft erst mit dem letzten Pass oder am Abschluss. Bozen blieb genauso gefährlich, konnte sich phasenweise im Offensivdrittel festsetzen. Salzburgs Olivier Galipeau hatte aus dem Bullykreis die Chance (33.), danach auch Adam Brooks (35.). Das zweite Powerplay des gesamten Spiels gehörte wieder Bozen, diesmal hielten die Red Bulls gut dagegen. Und immer wieder Louis Domingue, der sich auch im ersten Salzburger Powerplay kurz vor der zweiten Pause keine Blöße gab. Weiterhin 0:2 nach 40 Minuten.

Salzburg machte weiter und spielte jetzt Großteils in der Offensivzone, wo die Gäste-Abwehr eng stand, Rebounds verhinderte und auf Konter lauerte. Olivier Galipeau versuchte es aus dem Bullykreis (45.), Jayden Lee aus der Distanz (50.), viele weitere Schüsse blieben schon in der Verteidigung hängen. Es war zum Verzweifeln, Bozen hatte auf jeden Versuch eine Antwort. Bis zum nächsten Powerplay, da hämmerte Peter Schneider die Scheibe aus dem linken Bullykreis zum 1:2 in die Maschen (52.). Die Red Bulls drückten weiter, intensivierten noch einmal die Angriffsbemühungen. Aber Louis Domingue war nicht mehr zu bezwingen und mit dem Treffer von Daniel Mantenuto in der 59. Minute waren die Hoffnungen auf einen Ausgleich dahin. Salzburg zog noch den Goalie, aber Dustin Gazley nutzte dann noch das leere Tor, um die 1:4-Niederlage der Red Bulls zu besiegeln.

Statement Mathias Böhm „Am Schluss bekommen wir wieder ein Tor, das ich mir nicht erklären kann. Das Glück ist derweil wirklich nicht auf unserer Seite. Wir müssen da einen Weg rausfinden. Aber das Glück müssen wir uns auch erarbeiten. Es wird langsam langweilig, wenn man nur nach Ausreden sucht. Ich glaube, wir machen viele Dinge richtig, jeder zerreißt sich für den anderen. Aber es muss jetzt etwas passieren.“

win2day ICE Hockey League
EC Red Bull Salzburg – HCB Südtirol Alperia 1:4 (0:2, 0:0, 1:2)
Tore:

0:1 | 10:28 | Matt Bradley | PP
0:2 | 12:41 | Brad McClure
1:2 | 51:25 | Peter Schneider | PP
1:3 | 58:19 | Daniel Mantenuto
1:4 | 59:47 | Dustin Gazley | EN
Zuschauer: 2.264

Innsbruck: Ein hartes Stück Arbeit

Innsbruck. (PM Haie) Die Haie besiegen die Pioneers nach hartem Kampf mit 5:4. Youngster Lorenz Klingler darf sich über den Titel Man-of-the-Match freuen.

Die Haie auch gegen die Pioneers ohne Justin Richards (krank) und Noah Kerber (verletzt), müssen kurzfristig auch ohne Goalie Sam Harvey (krank) auskommen. Damit feiert Jakob Brandner seinen persönlichen Saisoneinstand im Tor der Haie. Brandner hat zu Beginn wenig zu tun, denn die Anfangsphase gehört den Haien, die viel aggressiver aus der Kabine kommen. Bereits in Minute zwei trifft Joel Messner im Powerplay zum 1:0 für die Haie. Für die Pioneers ist es das erste Gegentor in Unterzahl in dieser Saison. Danach schläft die Partie etwas ein, Höhepunkte sind rar. Erst in der zwölften Minute dürfen die Haie ein zweites Mal jubeln. Lorenz Klingler bedient Thomas Mader, und der lenkt die Scheibe an Pioneers Goalie Alex Caffi vorbei zum 2:0 ins lange Eck. Die Pioneers kommen aber noch in Drittel eins heran. Kurz nach Ablauf ihres ersten Powerplays stellt Marcus Kallionkieli auf 2:1. Der Finne wird bei seinem Abschluss zu wenig bedrängt. Die Vorarlberger schöpfen aus diesem Treffer Kraft, versuchen sofort nachzulegen, es bleibt aber beim 2:1.

Die Haie beginnen Drittel zwei in Unterzahl, und wie schon im ersten Abschnitt schlägt es kurz nach Ablauf der Strafe ein. Dominik Prodinger reagiert nach einem abgewehrten Schuss am schnellsten und staubt zum 2:2 ab. Für die Tiroler ist der Ausgleich so etwas wie ein Weckruf. Es folgt die bisher beste Phase der Haie in diesem Spiel, der HCI kommt zu vielen Chancen, und belohnt sich in Minute 30 mit dem 3:2. Brett Davis versenkt die Scheibe von rechts, ähnlich wie schon gegen Bozen, in die lange Ecke. Wieder hat Youngster Lorenz Klingler seinen Schläger im Spiel, und verbucht seinen zweiten Assist des Abends – übrigens die ersten Punkte des 19-jährigen als Profi. Danach beruhigt sich die Partie wieder etwas, beide Teams haben noch die eine oder andere Halbchance, Tor fallen aber keine mehr.

Joel Messner jubelt – © HCI

Der letzte Abschnitt beginnt mit einer kalten Dusche für die Haie. Die Vorarlberger fahren einen schnellen Angriff, den Noah Serdachny trocken ins kurze Kreuzeck abschließt – 3:3. Die Haie brauchen ein, zwei Minuten, um sich von dem Ausgleich zu erholen, fangen sich dann aber wieder. Ein Tiroler Kombination sorgt in Minute 46 wieder für die Führung des HCI. Kapitän Marcel Witting auf Lukas Bär, der die Scheibe an Caffi vorbei ins Netz bringt. Als Kevin Macierzynski im Powerplay einen Schuss von Philipp Lindner zum 5:3 abfälscht, scheint die Partie entschieden (55.). Die Pioneers stecken aber nicht auf, sind eineinhalb Minuten vor Schluss noch einmal in Überzahl, und kommen bei sechs gegen vier durch Jesse Seppälä auf 4:5 heran. Dabei bleibt es dann aber, die Haie bringen das Ergebnis über die Zeit, und dürfen sich über die nächsten drei Punkte freuen.

Ein hart erkämpfter Sieg für den HCI, bei dem an diesem Abend auch die Tiroler Cracks aufzeigten. Lorenz Klingler wurde zudem zum Man-of-the-Match gewählt.

HC TIWAG Innsbruck-Die Haie vs. Pioneers Vorarlberg 5:4 (2:1,1:1,2:2)
Torfolge:
1:0 Messner (Benker, Scherbak) 2./PP1, 2:0 Mader (Klingler, Wichers) 12./EQ, 2:1 Kallionkieli (Britt, Constantini) 15./EQ, 2:2 Prodinger (Britt, Mader) 23./EQ, 3:2 Davis (Klingler, Kernberger) 30./EQ, 3:3 Serdachny (Murray) 41./EQ, 4:3 Bär (Witting, Mayer) 46./EQ, 5:3 Macierzynski (Lindner) 55./PP1/GWG, 5:4 Seppälä (Murray, Martin) 59./PP1;

Linzer bejubeln in Budapest ersten Auswärtssieg

Linz. (PM Black Wings) Die Steinbach Black Wings Linz feierten am Mittwochabend ihren ersten Auswärtssieg.

Nach einem starken ersten Drittel schafften es die Ungarn innerhalb von zwei Minuten, die Partie auf 3:3 zu drehen. Letztendlich sicherten sich die Linzer mit einem starken Schlussabschnitt aber verdient drei wichtige Punkte.

FTC Budapest – Steinbach Black Wings 3:5 (0:2; 3:2; 0:1)

Tore: 0:1 Emilio Romig (7. Min.); 0:2 Brady Shaw (11. Min.); 0:3 Brian Lebler (32. Min./PP); 1:3 Bálint Molnár (34. Min.); 2:3 Topi Rönni (35. Min.); 3:3 Jussi Tammela (36. Min.); 3:4 Kyle Topping (39. Min.); 3:5 Brady Shaw (59. Min./EN)

Nach der knappen Niederlage im Pustertal waren die Steinbach Black Wings nur drei Tage später erneut auswärts gefordert. Die Reise führte die Linzer nach Ungarn, wo sie im dritten Auswärtsspiel der Saison auf den FTC Budapest trafen. Sein Grunddurchgangsdebüt feierte Luca Erne, der nach einer Schulterverletzung aus der Vorbereitung bis dato pausieren musste. Lukas Kainz und Julian Pusnik fehlten verletzungsbedingt weiterhin im Line-up von Head Coach Philipp Lukas. Auch Paul Eder pausierte bei dieser Partie. Schlussmann Dylan Wells führte die Stahlstädter aufs Eis. Nach einem gewonnenen Face-off durch die Hausherren versuchten sich beide Mannschaften an einem druckvollen Spiel. In der zweiten Minute kam Dylan Wells durch Márk Schlekmann unter Beschuss, der Linzer Schlussmann konnte den Torversuch jedoch erfolgreich abwehren. Nach einem nicht ganz geglückten Abschluss durch Henrik Neubauer probierte Emilio Romig sein Glück. Bence Balizs war jedoch zur Stelle und verteidigte seine Torlinie. Auch Graham Knott kämpfte sich in der vierten Minute vors Tor, die Budapester Verteidigung war jedoch zur Stelle und schickte die Scheibe zurück in die neutrale Zone.

Gefährlich wurde es erneut vor dem Tor der Stahlstädter, als Bendegúz Dobos einen beherzten Schuss aufs Tor abgab. Dylan Wells war jedoch zum Glück der Gäste zur Stelle. Zum 1:0 für die Linzer kam es, als Emilio Romig nach einer Backhand von Neubauer und dem Nachsetzen von Trenton Bliss die Scheibe an der Budapester Verteidigung vorbei über die Torlinie schob (7. Minute). Eine erneute Möglichkeit der Linzer bot sich in der 11. Minute, als Brady Shaw zur Stelle war. Er fälschte das Zuspiel von Christoph Tialler gekonnt ab und beförderte den Puck direkt ins Kreuzeck (11. Minute). Somit bauten die Oberösterreicher ihre Führung auf 2:0 aus. Zur ersten Strafe in der Partie und damit zum ersten Überzahlspiel für die Hausherren kam es, als Kapitän Brian Lebler für zwei Minuten wegen Beinstellens auf die Strafbank musste.

Die Linzer schafften es, trotz Unterzahl dem Druck der Budapester standzuhalten. Vollständig zurück auf dem Eis ergab sich die nächste Chance der Oberösterreicher. Nach einem Zuspiel von Bliss versuchte Neubauer per Backhand, die Führung weiter auszubauen, der gegnerische Torwart war jedoch zur Stelle. Zu einer brenzligen Situation vor dem Tor von Wells kam es, als die Scheibe von der Bande direkt neben dem rechten Pfosten landete. Der Linzer Tormann ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. In der letzten Spielminute des ersten Abschnitts ergab sich erneut eine Chance für die Budapester, die jedoch nicht verwertet werden konnte. Zehn Sekunden vor der ersten Drittelpause musste Brady Shaw wegen zu vieler Spieler auf dem Eis für zwei Minuten auf die Strafbank. Mit einer 2:0-Führung und ausstehendem Unterzahlspiel für die Gäste ging es in die erste Pause des Abends.

Linzer Blackout führt zum Ausgleich

Zum ersten Überzahlspiel für die Linzer kam es, als Paavo Tyni wegen Haltens für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Trotz einiger Versuche kam es zu keinem weiteren Ausbau der Führung, während Budapest durch Rönni zum Gegenschlag ansetzte. Diesem machte Dylan Wells jedoch einen Strich durch die Rechnung. Mit beiden Mannschaften wieder vollständig auf dem Eis kam es nach wenigen Minuten erneut zu einer Strafe gegen beide Teams. Zsombor Galajda wegen Haltens und Marlon Tschofen wegen Hakens mussten jeweils zwei Minuten auf die Strafbank. Somit ging es fünf gegen fünf weiter. Sowohl die Hausherren als auch die Gäste konnten sich in den darauffolgenden Minuten keine zwingende Chance erspielen. In der 31. Minute kam es zu einer Vier-Minuten-Strafe gegen die Budapester. Bálint Molnár musste wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank. Das Powerplay für die Linzer konnte bereits in den ersten Sekunden erfolgreich verwertet werden: Brian Lebler baute die Führung der Oberösterreicher nach einem Zuspiel von Graham Knott auf 3:0 aus (32. Minute).

So erfolgreich sie ihren numerischen Vorteil begannen, so schlampig spielten sie diesen zu Ende und sorgten so für zweieinhalb Minuten Kopfschütteln. Direkt von der Strafbank aus schafften es die Hausherren, aus dem Nichts anzuschreiben. Alleine vor dem Tor brachte Bálint Molnár die Scheibe an Dylan Wells vorbei und sorgte somit für den neuen Spielstand von 1:3 (34. Minute). Topi Rönni verkürzte wenige Sekunden später die Führung der Linzer. Vom Bully weg schaffte er es mit einem schönen Haken, sich an Wells‘ rechter Seite vorbeizuspielen (35. Minute). Mit dem 2:3 stand der bis dahin souveräne Auftritt der Oberösterreicher auf dem Kopf und sollte abermals nur eine Minute später den Ausgleich erhalten. Nach einer erneuten Unachtsamkeit der Linzer Verteidigung schafften es die Hausherren, einen Rebound in ein Tor zu verwandeln. Jussi Tammela stellte mit dem 3:3 alles wieder auf null (36. Minute). Aber die Stahlstädter bewiesen umgehend, dass sie sich von diesem Blackout nicht unterkriegen lassen wollten. Im Gestocher drückte Kyle Topping eine Minute vor dem Drittelende die Scheibe zum erneuten Vorsprung zum 4:3 über die Linie.

Linzer finden ihren Fokus wieder

Ins letzte Drittel des Abends starteten die Stahlstädter offensiv wieder druckvoller. Stefan Gaffal brachte nach einem Zuspiel von Tschofen die Scheibe an die Latte, jedoch auf der falschen Seite des Gehäuses. Zur nächsten Strafe gegen Budapest kam es aufgrund eines hohen Stocks von Savoie. Die Stahlstädter zeigten sich in diesem Überzahlspiel durchaus offensiv und erspielten sich einige Torchancen, die jedoch nicht erfolgreich beendet werden konnten. In den darauffolgenden Minuten mangelte es beiden Mannschaften an gefährlichen Abschlüssen und das Match bog in eine spannende Schlussphase ein. Mit nur noch sechs Minuten auf der Uhr setzten die Linzer alles daran, ihre Führung weiter auszubauen. Trenton Bliss brachte einen gefährlichen Abschluss aufs Tor, der Schuss ging jedoch zentral in die Arme des Schlussmanns. Nach einem Zuspiel von Shawn St-Amant schaffte es Brady Shaw daraufhin nicht ganz, die Scheibe ins Tor zu befördern. Die Hausherren probierten, in eine letzte offensive Drangphase zu gelangen, doch die Linzer verteidigten konsequent. Die Gäste behaupteten selbst das Spiel mit der Scheibe und verhinderten dadurch bis zum Ende einen neuerlichen Turnaround. In letzter Verzweiflung brachten die Ungarn den zusätzlichen Feldspieler. Dieser Versuch ging jedoch sofort nach hinten los, als die Linzer ihre Führung mit einem Empty-Net-Treffer durch Shaw zum 5:3 alles klar machten.

Lange Zeit zum Feiern bleibt Brian Lebler und Co. jedoch nicht. Nach dem ersten Auswärtssieg in der Meisterschaft steht bereits am kommenden Freitag das nächste Heimspiel auf dem Programm. Vor heimischem Publikum treffen die Stahlstädter auf Graz. Im zweiten Teil des Heimspielkrachers erwarten die Stahlstädter am Sonntag den Tabellenführer aus Klagenfurt. Tickets für beide Heimspiele sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.

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