Wien. (PM Capitals) Die Vienna Capitals verlieren am Samstagabend vor 4.920 Fans in der neuro.io arena mit 2:6 gegen den Milano Hockey Club. Giordano Finoro (7./PP1), Michael Dal Colle (11./PP1) und Nick Caamano treffen im ersten Spielabschnitt für die Gäste.
Shane Gersich (24.) und Scott Kosmachuk (26./PP1) hauchen den Caps mit ihren Toren neues Leben ein. Doch der Treffer von Lucas Chiodo (37.) gegen Ende des zweiten Drittels scheint den Wienern den Stecker zu ziehen. Samuel Houde (43.) und erneut Dal Colle (58./EN) steuern die Tore im Schlussdrittel bei. Am kommenden Freitag treffen die Vienna Capitals in der neuro.io arena auf den HC TIWAG Innsbruck (19.15 Uhr).
Konstantin Komarek absolvierte heute seinen ersten Einsatz für die Vienna Capitals. Der Wiener, der sich zu Beginn der Vorbereitung eine Unterkörperverletzung zuzog, verpasste die Vorbereitung und die ersten vier Saisonspiele. Das Trainerteam musste verletzungsbedingt jedoch auf Benjamin Lanzinger, Nelson Nogier, Marco Richter und Sebastian Wraneschitz verzichten. Im Tor begann heute Adam Reideborn. Nach zwei Minuten durften die Caps bereits in Überzahl agieren. Tory Dello hielt den auf das Tor ziehenden Senna Peeters regelwidrig zurück. Die Wiener agierten in Überzahl druckvoll, ein von Linden Vey scharf angetragenes Zuspiel wurde knapp nicht ins gegnerische Tor gelenkt. Die Gäste hielten sich in Unterzahl allerdings schadlos. In der fünften Minute bekam auch Reideborn etwas zu tun, ein Schuss von Pietro Albis war allerdings leichte Beute. Der Milano-Verteidiger wurde von Sam Antonitsch kurz darauf in die Bande geschickt. Die Unparteiischen verspürten das Verlangen, den Check mittels Videostudium zu überprüfen. Das Schiedsrichterteam sprach letztendlich eine Zweiminutenstrafe wegen Beinstellens aus. Im Powerplay erzielten die Gäste den Führungstreffer. Giordano Finoro staubte direkt vor Reideborn ab (7./PP1). Direkt im Anschluss kam Shane Gersich zum Abschluss, Milano-Goalie Edoardo Berti parierte, Komarek konnte den Rebound nicht ins Tor befördern. In der zehnten Minute fälschte Tommaso Madaschi einen Distanzschuss gefährlich ab, die Scheibe ging aber knapp am Caps-Tor vorbei. Auf der anderen Seite verfehlte Nick Bailen das Gästetor nur knapp. In Minute elf wurde eine zweifelhafte Strafe wegen übertriebener Härte gegen Scott Kosmachuk ausgesprochen. 19 Sekunden nach Ausspruch der Strafe erhöhte Michael Dal Colle (11./PP1). Direkt nach dem Face-Off ließen sich die Capitals auskontern. Nick Caamano versenkte einen Querpass vor Reideborn (11.). In Minute zwölf fanden die Schiedsrichter wieder einen Grund, um die Capitals zu bestrafen. Diesmal traf es Kosmachuk wegen Beinstellens. Nun hielten sich die Caps in Unterzahl schadlos. Felix Koschek lenkte den Puck in der 15. Minute nach Pass von Vey auf das gegnerische Tor, doch Berti parierte. Kurz darauf gab es die nächste Strafe gegen einen Akteur der Gäste. Diego Cuglietta musste wegen Hakens vom Eis. Die Caps kamen zwar durch Vey und Gersich zu guten Möglichkeiten, ein Torerfolg gelang erneut nicht. Koschek kam nach Antonitsch-Vorlage vor Berti an die Scheibe, konnte den Puck aber aus kurzer Distanz nicht am Milano-Goalie vorbeibringen. Die nächste Strafe gegen die Caps wurde in Minute 18 ausgesprochen. Diesmal traf es Jakob Lilja wegen Haltens. Die Überzahl der Mailänder dauerte aber nur neun Sekunden, weil Dante Hannoun wegen Hakens belangt wurde. In der 19. Minute packte Berti einen Zaubersave aus. Der Italiener beraubte Jérémy Grégoire, der ein Vey-Zuspiel abfälschte, mit einer starken Reaktion eines Tores. Die Mailänder konterten kurz darauf über Dal Colle, doch Reideborn blieb Sieger. Weder im Vier-gegen-Vier noch im kurzen Caps-Powerplay sollten Tore fallen.
In der 24. Minute sollten die Capitals erstmals anschreiben. Gersich lenkte eine Bailen-Hereingabe unhaltbar ab. Eine Minute später wurde ein Check gegen den Kopf von Grégoire durch Finoro nicht geahndet. Dafür wanderte Mikael Frycklund im Anschluss an die folgende Szene wegen Stockschlags auf die Strafbank. Diesmal netzten die Wiener in Überzahl. Kosmachuk feuert die Scheibe per One-Timer aus dem hohen Slot ein (26./PP1). In der 28. Minute setzte es mal wieder eine Strafe gegen die Caps. Grégoire musste wegen Beinstellens vom Eis. Auch diesmal verteidigten die Wiener souverän, ließen nichts zu. In der 31. Minute probierte es Vey, doch der Caps-Kapitän scheiterte an Berti. Wenige Sekunden später probierte es auch Bailen erfolglos. Komarek eroberte den Puck in der 32. Minute im gegnerischen Drittel, der anschließende Abschluss von Gersich wurde von Berti pariert. Lorenz Lindner schupfte den Puck in der 34. Minute aus dem Rückraum auf das Tor, wieder war der Milano-Goalie zur Stelle. In der 37. Minute verloren die Wiener Lucas Chiodo aus den Augen. Der Forward der Gäste versenkte einen One-Timer. In der 39. Minute landete ein Schuss von Peeters im Außennetz.
Den ersten Abschluss des Schlussdrittels fanden die Gäste vor. Alex Grant scheiterte aber an Reideborn. Koschek probierte es in der 42. Minute, aber Berti fuhr die Fanghand aus. Eine Minute später erhöhten die Gäste durch einen Treffer von Samuel Houde, der Reideborn aus kurzer Distanz überwand (43.). Die Capitals versuchten im Anschluss wieder heranzukommen, doch durchaus ordentliche Offensivbemühungen wurden nicht mit Toren belohnt. So vergab beispielsweise Grégoire in der 51. Minute aus kurzer Distanz. Am Ende nahmen die Capitals noch einmal viel Risiko, Goalie Reideborn wich einem weiteren Angreifer. Dal Colle nutzte dies, um den Endstand herzustellen (58./EN). Laut offizieller Statistik gaben die Vienna Capitals 32 Schüsse auf das gegnerische Tor ab, der Milano Hockey Club 29.
Statement Mike Stewart, Head-Coach der Vienna Capitals „Wir haben uns viel vorgenommen, doch in den ersten elf Minuten ist alles in die falsche Richtung gelaufen. Die zwei Unterzahlgegentore waren unnötig, das waren zwei Stellungsfehler unsererseits. Direkt danach hat ein weiterer Stellungsfehler beim Bully zum 0:3 geführt. Danach sind wir wach geworden und in der zweiten Hälfte vom ersten Drittel waren wir am Drücker. In den ersten sechs Minuten des zweiten Drittels hatten wir das Spielgeschehen unter Kontrolle und sind dafür belohnt worden. Danach waren wir weiter am Drücker, haben aber einen Fehler tief in der Offensivzone gemacht. Die Fans waren da, wir hatten das Momentum auf unserer Seite, haben das aber weggeworfen. Im Schlussdrittel haben sich die Jungs bemüht, aber wir haben nichts auf die Reihe bekommen. Zum Schluss waren wir all-in, ich gebe nie auf. So ist das sechste Gegentor entstanden. Wir haben in den letzten neun Tagen fünfmal gespielt, zweimal davon back-to-back. Das ist keine Ausrede, aber die Belastung war riesig. Das war heute zu spüren. Die Jungs haben jetzt Zeit zum Erholen, aber in der nächsten Woche arbeiten wir daran, den nächsten Schritt zu machen, denn das war nicht genug heute.“
Trainerstimen zum Spiel
Vienna Capitals – Milano Hockey Club 2:6 (0:3, 2:1, 0:2)
Tore Capitals: Shane Gersich (24.), Scott Kosmachuk (26./PP1),
Tore Milano: Giordano Finoro (7./PP1), Michael Dal Colle (11./PP1, 58./EN), Nick Caamano (11.), Lucas Chiodo (37.), Samuel Houde (43.)
Sam-ma guat drauf gwesn!
Innsbruck. (PM Haie) HCI-Oktoberfest – und der HCI feiert am Eis einen 2:0-Sieg gegen Fehérvár. Auch dank eines großartigen Sam Harvey.
Das erste Drittel in der TIWAG Arena verläuft im Großen und Ganzen ausgeglichen. Beide Teams geben in den ersten Minuten Warnschüsse ab. Auf Seiten der Haie prüfen Nikita Scherbak und Connor Mayer Goalie Rasmus Reijola (2.), bei den Ungarn probierts Anze Kuralt in Minute vier. Die nächsten Minuten gehören dann eigentlich den Gästen, die Haie lassen in dieser Phase aber keinerlei Gefahr vor dem Tor von Sam Harvey aufkommen. In Minute neun geht der HCI in Führung. Verteidiger Winston Frimmel bringt die Scheibe per Handgelenksschuss von der blauen Linie in Richtung Tor. Reijola ist die Sicht verstellt, und Frimmel darf sich über sein erstes Tor in der win2day ICE Hockey League freuen. Die Haie haben danach in zwei Powerplays gute Chancen aufs 2:0, Fehérvár bei einem Stangenschuss Pech (13.). Es geht mit 1:0 zum ersten Mal in die Kabinen.
Die ersten zehn Minuten des zweiten Abschnitts gehören dann komplett den Haien. Egal ob bei fünf gegen fünf, im Powerplay oder in Unterzahl – der HCI findet große Chancen auf das 2:0 vor. Meist fehlt es aber an der Präzision, manchmal kommt Pech dazu. Die größte Möglichkeit hat Sebastian Benker in Minute 26. Der Schwede hat aus kurzer Distanz das leere Tor vor sich, doch ein Schläger eines Fehérvár-Spielers lenkt die Scheibe im letzten Moment ab. So bleiben die Ungarn im Spiel, und werden in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts, auch dank zweier Powerplays, wieder gefährlich. Die Defensive hält aber, Harvey spielt ebenfalls wieder eine blitzsaubere Partie. Gegen Ende des Drittels kommen die Haie noch einmal auf, Benker, Owre und Scherbak klopfen noch einmal bei Reijola an, es bleibt aber beim 1:0.
Im Schlussdrittel liefern die Haie dann eine wahre Abwehrschlacht. Fehérvár kommt noch einmal mit viel Schwung aus der Kabine, drückt den HCI in die eigene Zone, schafft es aber nur selten, wirklich gute Möglichkeiten herauszuspielen. Die Haie verteidigen wie schon in Salzburg kompakt und leidenschaftlich, Sam Harvey im Tor hält weiter großartig. Auf der Gegenseite versuchen die Haie immer wieder mit Kontern für Entlastung zu sorgen, das gelingt aber mit Fortdauer des Drittels nur noch selten. Zwei Minuten vor Schluss nehmen die Ungarn Reijola vom Eis, werfen noch einmal alles nach vorne, bekommen durch ein Empty-Net-Goal von Steven Owre aber 7,7 Sekunden vor dem Ende den endgültigen Knock-Out.
Der HCI schlägt Fehérvár mit 2:0, Sam Harvey feiert sein erstes Shutout für die Haie, Winston Frimmel erzielt sein erstes Tor – ein gelungener Nachmittag! Morgen kommt Bozen!
HC TIWAG Innsbruck-Die Haie vs. Hydro Fehérvár AV19 2:0 (1:0,0:0,1:0)
Torfolge: 1:0 Frimmel (Messner, Bretschneider) 9./EQ/GWG, 2:0 Owre (Benker, Scherbak) 60./EN;

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