Berlin. (PM MagentaSport) André Rankel, neuer Bundestrainer und langjähriger Spieler und Co-Trainer der Eisbären Berlin, in der Drittelpause darüber, wie es ist, wenn die Eisbären-Saison ohne einen beginnt.
Der neue Bundestrainer selbst will sich jetzt komplett seiner Aufgabe beim DEB widmen und betont, mit großem Vergnügen bereits die ersten Gespräche geführt zu haben: „Ich habe von vornherein gesagt, ich bin ein leeres Blatt. Ich habe keine Vorurteile oder sonst irgendwas. Jeder hat eine Chance. Ich werde mir jeden anschauen, egal ob jung oder alt.“
Nachfolgend die interessantesten Aussagen des neuen Eishockey Bundestrainers im Clip und in Textform, präsentiert von MagentaSport.
„Wenn ich sage, es fühlt sich normal an, würde ich lügen. So ehrlich muss man sein. Ich war 23 Jahre hier als Spieler, 17 Jahre, jetzt 6 Jahre als Trainer. Wenn ich sagen würde, es ist normal, wäre es eine Lüge. Aber ich freue mich auf die Aufgabe. Die Nationalmannschaft ist jetzt meine Aufgabe. Und dem gilt mein voller Fokus.“
…wie sehr ein neues Trainerteam, wie das bei den Eisbären um Éric Dubois und Co-Trainer Dan Lambert eine Mannschaft verändern kann, verglichen zu seinen Vorgängern mit ihm und Serge Aubin als Head Coach, unter dem nie eine Playoff-Serie verloren wurde: „Natürlich wird es gewisse Änderungen geben. Das ist ganz normal. Jeder Trainer hat seine Idee, wie er Eishockey spielt. Das ist ohne Frage. Auf der anderen Seite ist die Gruppe zusammengeblieben. Da sind jetzt nicht viele Neuzugänge. Natürlich ein paar. Die Spieler wissen, was es bedeutet zu gewinnen, wenn es drauf ankommt. Darauf wird Éric zurückkommen, gehe ich von aus.“
…über seine ersten Tage als Bundestrainer: „Ich bin gerade dabei. Ich will Verbindungen aufbauen. Ich will Vertrauen zu den Jungs schaffen. Das ist mir extrem wichtig. Ich war jetzt schon unterwegs und habe ein paar Klubs gesehen, mit Trainern gesprochen, mit Managern gesprochen, vor allen Dingen aber mit den Spielern. Ab morgen geht der Roadtrip, den ich habe eine Woche. Da sehe ich 5 Mannschaften, spreche mit den Spielern dort. Das macht riesig viel Spaß, wenn du dich mit den Spielern über den Weg, den wir gemeinsam gehen wollen, unterhältst. Du merkst die Begeisterung, gerade was die Heim-WM betrifft. Die Spieler wollen, die sind heiß. Deswegen freue ich mich umso mehr.“
…wie sehr die anstehende Heim-WM die DEL-Saison beeinflusst, weil sich die Spieler entsprechend präsentieren wollen: „Mit den Jungs, mit denen ich jetzt schon gesprochen habe, die haben eine Vorfreude auf dieses Turnier. Die wollen sich unbedingt beweisen. Ob das eine Rolle in den Vereinen spielt, weiß ich nicht. Die Spieler sind alle Profis, die geben jedes Mal 100 Prozent. Viel mehr funktioniert nicht. Die Arbeit machen sie so oder so. So sehe ich das. Ich kenne mich nur als Spieler. Natürlich hatte man ein Ziel, ein großes Ziel vor sich. Das wollte man erreichen. Dem hat man vieles untergeordnet. Aber da gehört viel mehr dazu.“
…wie er die erste Euphoriewelle um die Heim-WM wahrnimmt: „Ich kriege die Zahlen auch mit. Ich höre, dass da eine Begeisterung da ist. Ich freue mich natürlich riesig. Das kriegen wir alle mit. Deswegen geht es darum, dass wir beim Deutschland Cup damit starten, dass wir da unser Spiel finden, unseren Weg gehen, unseren ersten Schritt gehen und von da aus weiter.“
…wie er die Balance zwischen Jugend und Erfahrung hinbekommt: „Ich habe von vornherein gesagt, ich bin ein leeres Blatt. Ich habe keine Vorurteile oder sonst irgendwas. Jeder hat eine Chance. Ich werde mir jeden anschauen, egal ob jung oder alt.“
…über den 18-jährigen Tobias Krestan bei den Eisbären Berlin: „Natürlich schaue ich ihn mir an. Ich war ein Teil der Vorbereitung hier. Von daher weiß ich ganz genau, was Tobi draufhat, was er kann. Ich weiß, wie seine Entwicklung ist. Natürlich schaue ich ihn mir an. Aber genauso schaue ich mir die anderen Spieler auch an.“
…ob die Eisbären Berlin, nach drei Titeln in Folge auch dieses Jahr klarer Titelfavorit sind oder die Konkurrenz aufgeholt hat: „Ich glaube, die Liga ist wirklich sehr ausgeglichen, auch was die Titelfavoriten betrifft. Natürlich ist Berlin eine Mannschaft, die eine Rolle spielt. Mannheim hat sich gut verstärkt, hat sehr früh unheimlich gut in der Champions (Hockey) League gespielt. Natürlich noch nicht mit dem Kader, den sie jetzt auf dem Eis haben. Köln ist eine sehr gute Mannschaft, München zähle ich dazu. Dann hast du Mannschaften wie Straubing, die hier auf dem Eis sind, Ingolstadt. Man weiß nie, eine Überraschung wird es schon geben.“
Ronja Jenike, MagentaSport-Expertin, über den neuen Bundestrainer André Rankel: „Das hört sich gut und passend an, würde ich sagen. Das war ein schwieriges Ende mit Harry Kreis. Dann ging die Suche los aufseiten des DEB. Ich glaube tatsächlich, dass wir ein deutsches Gesicht an der Bande haben, macht auf jeden Fall Freude und Laune auf das, was in der Saison international noch so kommen wird.“
Rick Goldmann, MagentaSport-Experte, über den neuen Bundestrainer André Rankel: „Erstmal ist es für ihn etwas Besonderes. Es ist seine erste Station als Cheftrainer. Deswegen muss ich sagen, dass ich schon ein bisschen überrascht war, dass es André Rankel ist. Auf der anderen Seite muss ich sagen, ich habe gestern mitbekommen, dass er schon unterwegs ist. Er ist schon kommunikativ unterwegs. Er hat sich gestern mit Spielern aus Straubing hier im Hotel getroffen. Er geht seine Rolle sehr aktiv an. Ich hoffe natürlich, dass er es schafft, für die Heim-WM eine gute Mannschaft aufzustellen. Die Euphorie ist da. Ich habe gehört, es sind schon über 200.000 Tickets verkauft für die Heim-Weltmeisterschaft.“

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