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So testeten Buchloe, Peißenberg, Waldkraiburg, Dorfen, Sonthofen und Kempten am Sonntag

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Szene zwischen Sonthofen und Kempten - © Bettina Brunner
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Revanche nicht geglückt
Vier Gegentore in zwei Minuten zu Beginn des dritten Drittels besiegeln 8:3 Testspielniederlage im zweiten Test gegen Peißenberg

Peißenberg/Buchloe (jos) Nach der Niederlage in der heimischen Sparkassenarena in Buchloe am vergangenen Freitag konnten sich die Pirates trotz Aufholjagd im Mitteldrittel nicht revanchieren und verlieren somit auch den zweiten Test in der Vorbereitungsphase.

Die Buchloer schafften es nicht, über 60 Minuten mit den Miners mitzuhalten und somit steht am Ende eine erneut deutliche 8:3 (3:0, 0:2, 5:1) Niederlage zu Buche.

Anders als am vergangenen Freitag startete die Partie etwas verhaltener, wobei die Peißenberg Miners den besseren Start erwischten. Der Buchloer Schlussmann Fabian Hartmann musste somit von Beginn an hellwach sein, als sich die Miners die ersten nennenswerten Chancen erspielen konnten. Dennoch dauerte es nicht lange, bis der Puck im Buchloer Tor landete, als der Neuzugang Elias Maier für die Peißenberg Miners ausgerechnet im ersten Powerplay des Spiels nach sehenswertem Zuspiel von Ilia Zheltakov durch den Torraum nur noch den Schläger hinhalten musste (9.). Und keine 90 Sekunden später folgte auch schon der zweite Treffer durch Marek Haloda, als dieser mit einem Handgelenksschuss unhaltbar über die Stockhand des Buchloer Goalies traf. Die Miners waren im Auftaktdrittel gedankenschneller und konsequenter als die Pirates, was auch in der Szene zum 3:0 klar wird, nachdem Moritz Birkner die Scheibe in der neutralen Zone gewinnt und der Buchloer Verteidigung keine Chance lässt (12.). Aus Buchloer Sicht somit ein verkorkstes Drittel mit zu vielen Fehlern im Spielaufbau und Schwierigkeiten, in das gegnerische Drittel vorzustoßen.

Im Mitteldrittel zeigten die Pirates dann ein anderes Gesicht und wirkten vor allem in der Defensive wesentlich stabiler als noch in den ersten 20 Minuten. Dennoch blieben die Peißenberg Miners die spielbestimmende Mannschaft, was zahlreiche Torchancen untermauerten, welche der Buchloer Schlussmann jedoch sicher parieren konnte. Obwohl die Freibeuter mit der Zeit deutlich besser in das Spiel fanden, blieben gefährliche Offensivaktionen weitestgehend aus, bis der Puck in der 31. Minute den Weg ins Tornetz hinter den Peißenberger Schlussmann Maximilian Berger fand.

Zugegeben etwas überraschend, als Korbinian Benz nach einem Fehlpass im Spielaufbau der Miners mit einem platzierten Handgelenksschuss unhaltbar über die Stockhand des Goalies zum 3:1 Anschlusstreffer traf. Daraufhin wurden die Pirates mutiger im Spiel mit der Scheibe und konnten sich einige nennenswerte Torchancen erspielen. Folglich dauerte es nicht lange, bis die Freibeuter auf ein Tor durch Lars Grözinger, der ebenfalls wie der erste Torschützen für den ESV Buchloe vom Ligakonkurrenten HC Landsberg an die Gennach wechselte, verkürzen konnten (37.).

Somit war im letzten Drittel der Partie alles möglich, um die Begegnung aus Sicht der Pirates zu drehen. Jedoch erwischten die Buchloer einen absoluten Horrorstart in das Schlussdrittel, wodurch alle Hoffnungen auf einen Comeback-Sieg verblassten. Nach dem zweiten Powerplaytreffer im zweiten Überzahlspiel der Miners durch Marek Haloda, welcher mit einem satten Schuss von der blauen Linie Fabian Hartmann im Tor der Piraten keine Chance ließ, kam die Peißenberger Offensive so richtig ins Rollen. Denn noch in derselben Spielminute, keine 10 Sekunden später fiel durch einen von Ilia Zheltakov abgefälschten Schuss das 5:2. Ein typischer Treffer in dieser Begegnung, da die Miners einen Großteil der Bullys für sich entscheiden konnten und oftmals direkt nach Anspiel den Schuss auf das Gehäuse von Hartmann setzten. Das dritte und vierte Tor binnen zwei Minuten erzielte Ryan Murphy, womit eine Buchloer Aufholjagd ausgeschlossen wurde. Zwar konnte Mateo Cabral (55.) zwischenzeitlich verkürzen, bis Florian Höfler (56.) zum 8:3 Endstand einnetzte.

Somit ist ein ernüchterndes Auftakt-Wochenende in die Vorbereitungsphase besiegelt, doch bereits kommendes Wochenende geht es für die Pirates am Freitag in Sonthofen weiter, ehe am Sonntag das nächste Heimspiel gegen Geretsried auf dem Plan steht.

Löwen revanchieren sich im zweiten Dorfen-Test mit 8:3

Waldkraiburg. (PM Löwen) Nur zwei Tage nach der denkbar knappen 4:5-Niederlage in Dorfen bekamen die Löwen am Sonntag bereits die Gelegenheit zur nächsten Partie gegen die Eispiraten.

Dieses Mal jedoch auf heimischem Eis. Um 17:15 Uhr öffnete die Raiffeisen-Arena erstmals in dieser Saison ihre Türen für ein Heimspiel des EHC Waldkraiburg und 540 Zuschauer wollten sich den zweiten Teil des Doppel-Dorfen-Tests nicht entgehen lassen. Was sie zu sehen bekamen, war über weite Strecken ein souveräner Auftritt der Hausherren, die Dorfen am Ende deutlich mit 8:3 besiegten.

Von Beginn an übernahmen die Löwen die Kontrolle. Jakub Šrámek und Leon Decker sorgten bereits in den ersten Minuten für Gefahr, auch die Neuzugänge fanden früh gut in die Partie. Houdek überzeugte unter anderem mit einer starken Defensivaktion gegen Cheyne Matheson, während Bartek Bison kurz darauf im Slot eine gute Möglichkeit liegen ließ. Wenig später war auch Philipp Lode bereits frei durch, allerdings versprang ihm im entscheidenden Moment die Scheibe.

Das erste Powerplay unterstrich anschließend die Waldkraiburger Überlegenheit. Kokeš, Šrámek und Co. feuerten einen Abschluss nach dem anderen auf das Dorfener Tor, ohne jedoch den ersten Treffer zu erzielen. Auf der Gegenseite blieb Dorfen lange ungefährlich.

Ausgerechnet die erste Waldkraiburger Unterzahl brachte schließlich die Führung. Leon Decker fing an der gegnerischen blauen Linie einen Querpass mit dem Schläger aus der Luft ab, zog alleine auf das Dorfener Tor und verwandelte flach links unten zum 1:0. Auch danach blieben die Löwen spielbestimmend, konnten weitere gute Möglichkeiten jedoch nicht nutzen. Kurz vor Drittelende kamen die Gäste dann etwas überraschend zurück. Während Dorfen bereits in Unterzahl spielte, kassierten die Löwen ihrerseits eine Doppelstrafe. Die Eispiraten nutzten die Gelegenheit und stellten auf 1:1.

Der Spielstand spiegelte den Verlauf der ersten 20 Minuten allerdings nur bedingt wider. Waldkraiburg hatte das Drittel deutlich in der Hand beziehungsweise in den Pranken, während Dorfen überwiegend reagieren musste.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich daran zunächst wenig. Dennoch zeigten die Gäste, dass auch wenige Spielanteile reichen können, wenn die vorhandenen Möglichkeiten konsequent genutzt werden. Nach rund fünf Minuten liefen die Eispiraten einen Zwei-gegen-eins-Konter. Christoph Lode konnte den ersten Versuch noch abwehren, beim Nachschuss war Waldkraiburgs Schlussmann jedoch machtlos – 1:2.

Die Antwort der Löwen folgte allerdings nur Sekunden später. Santeri Ovaska erhielt die Scheibe mit dem Rücken zum gegnerischen Tor und brachte den Puck aus der Drehung per Rückhand zum 2:2 unter.

Kurz darauf folgte bereits der zweite Waldkraiburger Unterzahltreffer des Abends. Leon Decker machte sich mit der Scheibe auf den Weg nach vorne und legte am Verteidiger vorbei zum mitgelaufenen Florian Maierhofer. Dieser vollendete zum 3:2. Doch auch diese Führung hielt nicht lange. Fünf Sekunden vor Ablauf der Strafe war Christoph Lode davon ausgegangen, die Scheibe in der rechten Torecke unter sich begraben zu haben und blieb dort knien. Der Puck war jedoch weiterhin frei und wurde auf die andere Seite gespielt, wo Dorfen zum 3:3 einschieben konnte.
Nach rund zehn Minuten wurde es erstmals richtig derbywürdig. Rene Mertz wurde von hinten in die Bande gecheckt, woraufhin sich eine kleinere Keilerei entwickelte. Das Resultat waren fünf Strafminuten gegen Dorfen und zwei gegen Waldkraiburg. Selbst im zunächst folgenden Vier-gegen-vier wirkten die Löwen dabei zeitweise wie in Überzahl. Martin Kokeš fand sich für einen Verteidiger an ungewohnter Stelle neben dem Tor auf der Grundlinie wieder und bugsierte den Puck durch die kleine Lücke zwischen Torhüter und Pfosten zum 4:3.

In der Folge wurde die Partie durch zahlreiche weitere Strafzeiten zunehmend zerfahren. Zwischenzeitlich wurde aus einer doppelten Waldkraiburger Überzahl sogar eine doppelte Unterzahl. Doch auch Dorfen leistete sich weitere Vergehen und sorgte damit für reichlich Betrieb auf den Strafbänken.

Als sich das Geschehen langsam wieder normalisierte, schlugen die Löwen erneut zu. Kurz nachdem Waldkraiburg wieder komplett war, spielte Rene Mertz einen langen Querpass zu Santeri Ovaska, der seinen zweiten Treffer des Abends zum 5:3 erzielte.

Auch im Schlussabschnitt ließen die Hausherren nicht locker. Nach rund drei Minuten erreichte ein langer Pass Philip Kaer an der blauen Linie. Kaer nahm die Scheibe auf und donnerte den Puck links oben zum 6:3 in die Maschen.

Den nächsten Treffer erzielten die Löwen erneut mit einem Mann weniger. In der 49. Spielminute setzte sich Andris Džeriņš trotz enger Begleitung durch einen Gegenspieler durch, blieb vor dem Dorfener Tor ruhig und schob zum 7:3 ins kurze Eck ein. Damit hatte Waldkraiburg an diesem Abend bereits drei Unterzahltreffer erzielt. Den Schlusspunkt setzte Leon Decker. Eine Minute vor dem Ende machte Waldkraiburgs Nummer 34 seinem Spitznamen wieder einmal alle Ehre und wurde zum „Doppel-Decker“. Mit einem satten Schuss ins linke obere Eck erzielte er seinen zweiten Treffer des Abends und stellte den 8:3-Endstand her.

Unter dem Strich stand damit ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg der Löwen. Natürlich offenbarte auch dieses Vorbereitungsspiel Punkte, an denen weiter gearbeitet werden muss. Gerade die zahlreichen Strafzeiten machten die Begegnung zeitweise unnötig kompliziert, und auch defensiv gab es einzelne Situationen, die sicher noch Thema im Training sein werden.
Gleichzeitig war deutlich zu sehen, dass die Mannschaft mit jeder weiteren Einheit auf dem Eis besser zusammenfindet. Die Abläufe wirkten sicherer und auch die neuen Spieler fügen sich zunehmend gut in das bestehende Team ein. Nach der knappen Niederlage fünf Sekunden vor Schluss am Freitagabend fiel die Antwort der Löwen zwei Tage später jedenfalls deutlich aus: Das erste Heimspiel der neuen Saison ging mit 8:3 an Waldkraiburg. aha

Lange stark, am Ende deutlich: Sonthofen zieht gegen Kempten den Kürzeren

Sonthofen. (PM ERC) Nach einem vielversprechenden Auftakt und langer Gegenwehr musste sich der ERC Sonthofen im Vorbereitungs-Rückspiel gegen den Bayernligisten ESC Kempten am Ende mit 1:7 geschlagen geben.

Während die Defensive um Keeper Calvin Stadelmann lange Zeit standhielt, machte sich im Schlussabschnitt die offensive Klasse der Gäste deutlich bemerkbar. Erschwert wurde die Aufgabe für den ERC zusätzlich durch die Personalsituation: Mussten die Hausherren bereits im Hinspiel auf 7 Stammspieler verzichten, waren es diesmal sogar 10 Stammspieler, die ersetzt werden mussten – wodurch die Voraussetzungen noch ungleich schwieriger waren.

Die Schwarz-Gelben zeigten zu Beginn ein engagiertes und selbstbewusstes Auftreten und wurden dafür mit einem Traumstart belohnt: Lynnden Pastachak jagte die Scheibe in der vierten Minute aus spitzem Winkel sehenswert ins Kreuzeck zur 1:0-Führung. Während Sonthofen ambitioniert agierte und die „Sharks“ im Powerplay zunächst nicht bissig genug waren, glänzte ERC-Schlussmann Calvin Stadelmann mit einer überragenden Leistung. Kempten übernahm zum Drittelende hin die Initiative, und der ERC tauchte noch zweimal gefährlich vor ESC-Goalie Ecker auf, doch es fiel kein weiterer Treffer mehr. So ging es für den Underdog durchaus überraschend mit einer knappen 1:0-Führung in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt schlug der Bayernligist dann eiskalt zu und drehte die Partie innerhalb von nur einer Minute per Doppelschlag: Erst verwertete Elo einen Querpass von Seider direkt vor dem Tor, kurz darauf folgte ein verdeckter Fernschuss von Stöhr. Kempten übernahm fortan das Heft des Handelns und baute massiven Druck auf. ERC-Schlussmann Calvin Stadelmann war wiederholt auf sich allein gestellt und musste mehrfach stark parieren, ehe sich Sonthofen durch großen Einsatz vereinzelte Entlastungsangriffe erkämpfen konnte. Zur Spielhälfte erhöhten die Gäste nach einer kleinen Nicklichkeit durch einen schön herausgespielten Treffer von Dopatka auf 3:1. Weil Stadelmann im anschließenden Unterzahlspiel erneut unbezwingbar blieb und der ERC eine eigene Überzahlchance ungenutzt ließ, ging es mit diesem Zwei-Tore-Rückstand aus Oberallgäuer Sicht zum zweiten Pausentee.

Zu Beginn des Schlussabschnitts drückte der ESC Kempten weiter mächtig aufs Tempo, doch zunächst endeten die Bemühungen der Gäste sicher in Stadelmanns Fanghand. Dann allerdings rollte die offensive Klasse der ‚Sharks‘ unbarmherzig an: Erst bediente Kokoska seinen Sturmpartner Elo, kurz darauf revanchierte sich Elo mit einem starken Zuspiel auf Salo, ehe Kokoska den Puck mustergültig in den Lauf von Hlozek legte – der diesen Torreigen zum 1:6 aus Sonthofener Sicht krönte. Kempten hatte weiter ordentlich Dampf im Kessel, was Sonthofen einiges abverlangte. Die Partie nahm nun beidseitig eine unschöne Härte an. Nach einer Spieldauerstrafe wegen Stockschlags gegen Kempten in der 53. Minute, einer folgenden Kemptner Bankstrafe und dem Platzverweis für den Gästetrainer brannten auf dem Eis einige Sicherungen durch. Dies gipfelte in drei heftigen Rangelleien vor dem Gästetor, die einem Duell zwischen befreundeten Kooperationspartnern mehr als unwürdig waren. Bis zum Schlusspfiff hagelte es weitere ERC-Strafzeiten, ehe Kempten den Schlusspunkt setzte und einen mustergültigen Doppelüberzahlspielzug durch Salo zum letztlich verdienten 7:1-Endstand für den ESC vollendete.

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