Schon früh in der Saison kam es zum ersten Aufeinandertreffen zwischen den Rivalen aus dem Oberland.
Vor allem Dank eines überragenden Mittelabschnitts konnten die Tölzer Löwen den ersten Derbysieg mit 2:5 (0:1, 0:3, 2:1) an die Isar holen. Lange schien die Partie entscheiden, doch ein Doppelpack des SCR in den Schlussminuten brachte die 3023 Zuschauer im Garmischer Eisstadion nochmal ins Schwitzen.
Ein randvoller Gästeblock und Vollgas-Eishockey ab der ersten Sekunde zeigten die beiden Kontrahenten im Olympia-Eissportzentrum unterhalb der Alpspitze. Die Teams fuhren Angriff um Angriff, sodass beide Torhüter von Anfang an hellwach sein mussten. Für den SCR hatte Spencer Berry aus dem Slot die beste Chance, scheiterte jedoch an Bittner. Auf der anderen Seite musste Max Bolle gegen Michael Schuster und Lukas Wagner seine Reflexe zeigen. Die erste Strafzeit ging an die Löwen, als Alex Grossrubatscher im letzten Moment Robin Soudek vom Schuss abhielt. Justin Braun, der vom SCR hart angegangen wurde, brachte den Buam ein entlastendes Offensivbully. Auch in der Folge kamen die Gäste kaum in Aufstellung, stattdessen verfehlte Daxlberger haarscharf das Tor zur Führung. Zwei unnötige Hits brachten den Buam dann eine Minute lang doppelte Überzahl, was Topi Piipponen zur Führung nutzte (14.). In der Folge hatte Bad Tölz das Spiel im Griff und bis zur Pausensirene die Oberhand.
Direkt zu Beginn des zweiten Drittels schickte Alex Fichtner Julian Lautenschlager auf die Reise, der Max Bolle den Puck zum 2:0 durch die Beine schob (22.). Bei gleicher Mannschaftsstärke war das Spiel weitgehend ausgeglichen. Nach fünf Minuten war es wieder Lautenschlager, der allein vor Bolle auftauchte, wobei diesmal die Latte rettete. Kein Grund zur Panik, direkt im nachfolgenden Bully lud Nicolas Sauer von der blauen Linie durch und fand den Weg ins Netz – 3:0 (26.). Kurz nach der „Halbzeit“ traf Yannick Wenzel ebenfalls den Pfosten – die Buam waren näher am vierten Tor als der SCR am ersten. So kam es auch, dass Piipponen, perfekt bedient von Grossrubatscher aus acht Metern mittig vor dem Tor zum vierten Mal für die Löwen treffen konnte (37.).
Im Schlussabschnitt tickte die Uhr für Bad Tölz. Das Team von Axel Kammerer verstand es, den Gegner so gut es ging vom eigenen Tor fernzuhalten. Dazu gaben die Löwen auch im Offensivdrittel weiterhin vollgas. Erst in Überzahl wurden die Weiß-Blauen wieder gefährlich und konnten Matthias Bittner schließlich doch noch überwinden. Aus vollem Lauf traf Kapitän Sten Johansson zum 1:4 (54.). Zwei Minuten später vollbrachte er das Kunststück auf Zuspiel von Robin Soudek erneut (56.). Zweieinhalb Minuten bekamen die Hausherren ein weiteres Powerplay zugesprochen, Leif Carlsson nahm seine Auszeit und den Torhüter vom Eis. Trotz des Vorsprungs begann eine nervenaufreibende Schlussphase. Matthias Bittner hielt überragend, bis Toms Prokopovics wieder von der Strafbank kam. Die Scheibe kam genau zur Tölzer Nummer Neun, die den Puck nur noch ins leere Tor bugsieren musste (60.).

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